science meets life
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Kontakt
  Abonnieren

   16.10.12 09:53
    Congratulations Shawn &
   29.10.12 03:53
    I plan to bring a crew,
   24.11.12 17:38
       20.12.12 22:35
   

http://myblog.de/wissenschaft

Gratis bloggen bei
myblog.de





Sportliche Kultur

Es gibt Dinge, die tun nur Menschen. Zum Beispiel Klavierspielen um des Klavierspielens willen. Oder Sport treiben. Alle anderen Lebewesen unseres Planeten haben durch ihr natürliches Umfeld genug Bewegungsmöglichkeiten. Nur der kulturell geprägte Mensch kann sich ins körperlich aktive Abseits befördern. Autos, Rolltreppen, Fahrstühle, Telefone und eMails, sie alle bewirken, dass wir uns im Alltag weniger anstrengen und bewegen müssen. Wer sich hingegegen dem Fußball im Fernsehen hingibt, der fröhnt der Sportkultur, hat aber nicht teil an ihr. Und Konsolensport ist entgegen seiner Bezeichnung kein körperlicher Sport.

Hier fängt es aber bereits an knifflig zu werden. Sprechen wir nicht auch von Denksport? Ist so etwas wie Schach nicht auch eine Sportart? Es scheint fast so, als würde man mit Sport nicht auf rein körperlichen Sport festgelegt sein. Ein wichtiges Merkmal von Sport scheinen Regeln zu sein. Vor allem beim Mannschaftssport. Aber was wäre dann mit Joggen? Oder Gewichtheben?

Vielleicht kann man Sport nur mit der Gesundung bzw. der Gesundheit des menschlichen Körpers in Beziehung bringen. Denn egal ob Denksport oder Leistungssport, die Gesundheit des Körpers steht im Vordergrund.

Einer neuen Studie zufolge sind kann, wer sich doppelt so viel bewegt, sein Sterberisiko um 19% verringern. Mit Sterberisiko gemeint ist die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten. Sportlich sehr aktive Menschen, die 300 Minuten in der Woche intensiv trainieren, können ihr Risiko sogar um 39% mindern. Das Credo: Egal wie viel und wie intensiv man Bewegung in seinen Alltag einbaut: jede Besorgung zu Fuß, jedes Fahrradfahren mindert das Sterberisiko und führt nebenbei noch zur Stärkung der eigenen körperlichen Abwehrkräfte.

20.12.11 15:21


Werbung


Winterliches Schwitzen

Jeder, der schon einmal eine Sauna besucht hat, kann sich folgender Frage nicht verwehren: Wieso ist es möglich, in einer bis zu 100 Grad heißen Sauna zu sitzen, aber nicht in bis zu 100 Grad heißes Wasser zu springen? Auf den ersten Blick scheint die Erklärung auf der Hand zu liegen: Bei dem einem Medium handelt es sich um gasförmige Luft, während das andere Medium flüssiges Wasser ist. Andere Aggregatzustände bewirken auch eine andere Wärmeleitfähigkeit. Wasser kann Wärme besser transportieren als Luft. Der Unterschied ist so groß, dass es in einem Fall schmerzhaft wird und im anderen Fall nicht.

Entscheidend ist also nicht nur die Wärme der Luft, sondern auch die Luftfeuchtigkeit innerhalb der Sauna. Ist die Luftfeuchtigkeit hoch, erhöht sich durch den höheren Feuchtigkeitsgehalt die Wärmeleitfähigkeit. Darum wird ein Aufguss als Wärmezufuhr gedeutet – obwohl sich, strikt genommen, die Wärme in der Sauna aufgrund des kalten Wassers für einen kurzen Moment verringert. Für diesen Eindruck ursächlich ist aber noch ein weiterer physikalischer Effekt: die sogenannte Verdunstungskälte. Ist die Umgebungsluft zu feucht, verdunstet der Schweiß auf der Haut nicht und es kommt nicht zu dem Gefühl, dass sich der Körper kühlt.

Darüber hinaus ist die Hitze innerhalb der Sauna nicht gleich verteilt. Da warme Luft leichter ist als kalte Luft, steigt diese auf. Die höheren Sitzbänke liegen in deutlich heißeren Luftschichten.

Was man alles über den menschlichen Körper und die Physik erfährt, während man in einer Sauna verweilt, kann man sich in diesem Beitrag vom Deutschlandradio anhören.

Wer selber noch keine eigene Sauna besitzt aber diese lieber zu Erholungszwecke nutzt, statt sich Gedanken über Thermodynamik zu machen, der kann sich eine Sauna selber bauen. Mit etwas handwerklichem Geschick ist hier vieles zu erreichen.

14.12.11 10:12


W-LAN und die Unfruchtbarkeit

Vor Kurzem ist eine argentinische Studie erschienen, die untersucht, ob W-LAN Signale schädigenden Einfluss auf männliche Spermien haben könnten. Wie Philipp Bayer in seinem Sci-Log feststellt, ist diese Studie jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Bayer schreibt, dass die Anzahl der Spender mit 29 Personen zu gering bemessen sei, um etwaige statistische Fehler auszumerzen. Zudem sei die Untersuchtung nicht in vivo vorgenommen worden. Bayer ist der Ansicht, dass Spermien im männlichen Hoden anders geschützt sind, als in einem Versuchsglas. Solch ein künstliches Umfeld verfälsche das tatsächliche Ergebnis. Zudem sei unklar, ob die festgestellte Inaktivität der Spermien und die Beschädigung ihrer DNA auf die Strahlung des W-LANs oder auf die Wärmeenergie des Laptops zurückgeführt werden kann. Der Versuchsaufbau hat beide Geräte, und damit beide Einflussarten, nicht voneinander getrennt.

Die Zweifel an der Ungefährlichkeit von W-LAN Gerät ist damit nicht ausgeräumt. Ähnlich wie bei der Debatte um Handystrahlung sollte man jedoch die Wissenschaftlichkeit der Ergebnisse solcher Studien immer wieder kritisch prüfen.

30.11.11 10:17


Moderne Funktionskleidung

Was hilft bei nass-grauen Novembertagen besser als Funktionskleidung? Wolle und auch Baumwolle erfüllen jedoch nicht mehr die Bedürfnisse anspruchsvoller Outdoor-Fans. Kaum ein Händler, der nicht die flauschig-weichen Fleece-Jacke im Angebot hat. Die Vor- und Nachteile von Fleece sind jedoch kaum bekannt.

Vorwiegend auf Polyesterbasis, sind Fleece-Produkte der Woll-Konkurrenz überlegen. Die Produktion von Fleece basiert auf demselben Prinzip wie den von Teppichen: es wird Florgewebe hergestellt. Damit meint man angeordnete aber lose Fasern, die durch ihre Struktur kleine Luftkammern bilden, in denen sich die warme Luft des Körpers speichern kann. So hält der Fleece auch im Winter schön warm. Hinzu kommt, dass durch diese Technik die Möglichkeit besteht, Wasser abzuleiten, statt zu speichern. Fleece ist somit, wie es in der Werbung heißt, „wasserabweisend“ und „atmungsaktiv“.

Doch es gibt auch Nachteile. Nicht nur sollte man Fleece vor der Benutzung gründlich waschen, denn problematische Rückstände aus Farben und Bleichmitteln können wenig hautverträglich sein. Eine Forschgruppe um den Meeresbiologen Mark Browne vom University College in Dublin hat nun eine Studie vorgelegt (Science 28 October 2011: 440.), nach der sich bei jedem Waschgang bis zu 2000 Polyesterfasern lösen und, trotz Filter modernster Kläranlagen, in den Weltmeeren landen. Die Forscher fanden in 250-Milliliter-Sandproben von dutzenden Stränden weltweit zwischen 2 und 31 Polyester- sowie Acrylfasern.

Auf Fleece verzichten kann man jedoch nicht, wenn man auf Funktionskleidung Wert legt. Zumal Fleece auch aus Recyclingmaterial, wie etwa PET-Flaschen, hergestellt wird. Es scheint zumindest auch nicht klar zu sein, welche Folgen diese Mikro-Bestände an Polyester und Acryl haben. Dennoch: Sollten sich die Studienergebnisse eine Umweltschädigung indizieren, werden sich sowohl die Filter im Haushalt als auch in den Kläranlagen anpassen müssen.

23.11.11 12:26


ADHS - Psychische Erkrankung oder pädagogisches Problem?

Viele Menschen sind bei der Diagnose von ADS oder ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom) skeptisch. Sie sehen mit dieser Diagnose die fingierte Krankheit einer Leistungsgesellschaft bestätigt. In vielen Fällen, sei diese Krankheit nicht organisch bedingt, sondern sei vielmehr der Ausdruck einer pädagogischen oder gesellschaftlichen Fehlentwicklung. Zugegeben, wenn Eltern im Name ihrer Kinder ohne ausreichende Analyse des Einzelkindes zu Methylphenidat greifen und ihr Kind mit diesem Präparat täglich versorgen, so kann man mit Sicherheit von einem unverantwortlichen Handeln sprechen. Denn häufig sind es familiäre, soziale oder pädagogische Probleme, die den Ausschlag geben. Gibt es einen bestimmten Druck, den mein Kind ausgesetzt ist? Gibt es familiäre Differenzen, die das Kind belasten könnten? Ist das soziale Umfeld des Kindes gestört?

Ob es sich tatsächlich um eine medikamentös zu behandelnde neurobiologische Dysfunktion handelt, muss im Einzelfall geklärt werden. Und dazu reicht der Befund eines Hausarztes in der Regel nicht aus. Nur in einer Fachklinik oder Fachabteilung lassen sich medizinische Befunde klären und eventuelle Behandlungen besprechen. Ein wichtiges Kriterium ist das sogenannte „multimodale“ Vorgehen. Dazu wird zunächst die familiäre Situation des Kindes analysiert. Stellen sich familiäre Differenzen heraus, kann eine Familientherapie empfohlen werden. Stellen sich soziale Spannungen heraus, kann man in Kindergarten und Schule intervenieren, sei es durch Einzelbetreuung oder spezieller Förderung. Auch eine kognitive Therapie kann in Betracht kommen, d.h. Selbstinstruktionstraining, Selbstmanagment, Verhaltenstherapie.

Die pharmazeutische Behandlung ist also immer nur als ein Teil des multimodalen Vorgehens gerechtfertigt. Besonders dringlich wird die Aufklärung über ADHS, wenn es in den Bereich des Neuro-Enhancements geht. Schüler, die an Konzentrationsstörungen leiden oder Studenten, die unter Leistungsdruck stehen, greifen immer häufiger zu Ritalin und anderen aufputschenden Mitteln. Hier steht eine gesellschaftliche Debatte noch aus.

Wer weitere Antworten sucht, dem sei die Stellungnahme der Bundesärztekammer empfohlen.

9.11.11 10:32


Der Herbst ist da

Der Herbst ist da und alle Bäume erstrahlen in einer wahren Farbpracht. Vorbei die Zeit des langweiligen, immerwährenden Grün. Adieu Chlorophyl! Die Blätter der Bäume werden gelb, orange und ... rot. Das wissenschaftliche Problem ist nur: Zwar sind die Gelbtöne einfach zu erklären: Die im Blattgewebe verbleibenden Karotinoide färben die Blätter gelb. Aber Rot: Dieser Farbton wird gesondert hergestellt.

Wieso tun die Bäume so etwas? Hier gehen die wissenschaftlichen Meinungen auseinander. Stellt der Baum den Farbstoff für die Rotfärbung (Anthocyane) deswegen her, weil er statt des Chlorophyls für UV-Schutz sorgt? Ja, sagen einige. Denn die Sonnenstrahlen können besonders im Herbst noch starke Auswirkungen haben. Hinzu kommt, dass der Baum seine Photosynthese weiter betreiben kann, und ein paar Wochen Energieerzeugung im Herbst sind für einen potentiell langen, kalten Winter sehr wertvoll.

Doch es werden noch mehr Theorien vorgebracht. Die rote Farbe soll Schädlinge abschrecken. Das zumindest konnte experimentell nachgewiesen werden. Die Schädlinge wurden von grünen und gelben Blattwerk geradezu angezogen, doch rotes Blattwerk mieden sie.

2.11.11 10:07


Wissenschaft für die Zukunft?

Vom 13.-15. Oktober fand in Berlin eine Tagung des Center for Cluster Development (CCD) der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft statt. Thema war die Frage, ob es möglich und notwendig ist, Wissenschaft und wissenschaftliche Forschung zu planen. Unter dem Titel „Planning Research for the future ?“ ging es um weitaus mehr als die Frage wie potenzielle Geldgeber sich für zukunftsträchtige Forschung entscheiden. Es ging auch darum, zu klären, welche Forschung unter bestimmten Gesichtspunkten notwendig ist und welche Gebiete mehr Finanzierung erhalten sollten. Dabei wurde auch die Unterscheidung aufgeworfen, ob es sinnvoller sei, in Grundlagenforschung zu investieren, oder ob man sich lieber der angewandten Forschung zuwenden solle. Vor allem die Wege und Möglichkeiten zu solchen Entscheidungen standen im Vordergrund der Diskussion.

Eingeladen waren Gäste aus unterschiedlichen Ländern: Universitäten, Stiftungen und Forschungsgemeinschaften. Daher konnten die Meinungen nicht unterschiedlicher sein: Ob Fördergelder für Grundlagenforschung mit internationalen Partnern, oder eine Verteilung Bundesvorgaben oder die Exzellenzinitiativen und Cluster von Bund und Ländern, alles Ansätze, die sich teilweise überschneiden oder ausschließen.

Besonders die Entwicklungsländern stünden in der Zukunft vor Problemen. Der Klimawandel etwa betrifft vor allem diese Staaten, die bisher wenig oder kaum wissenschaftliche Infrastrukturen aufweisen. Hier steht man vor der Herausforderung, ganze Basisforschungen aufzubauen oder man sichert sich durch Technologie-Transfer bestimmte Ressourcen. Allerdings sind die wirtschaftlichen Möglichkeiten solcher Staaten in der Regel sehr begrenzt. Ein kurzer Bericht von Beatrice Lugger zu der Tagung findet sich in den SciLogs .

18.10.11 13:42


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung