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Warum wir nicht klüger werden können

Kaum ein Begriff ist so schwer zu definieren wie der Begriff der Intelligenz. Ein IQ-Test soll ermitteln, wie sich die Intelligenz eines Menschen zu seinen Artgenossen verhält. Tatsächlich sind alle Versuche, Intelligenz zu messen, zum Scheitern verurteilt. Das zeigen bereits konträre Ideen, wie die Entwicklung des EQ (Emotionsquotienten), deren Fürsprecher der Meinung sind, dass die Intelligenz allein nicht ausreichend ist, um die allgemeine Kompetenz einer Person zu bestimmten. Dennoch soll sich die Entwicklung des IQ im Schnitt in der gesamten Weltbevölkerung in den letzten Jahren erhöht haben. Bedeutet dies, dass wir nun alle klüger sind als unsere Vorfahren?

 

In der aktuellen Ausgabe der Spektrum der Wissenschaft ist ein interessanter Artikel zu den physikalischen und biologischen Grenzen unserer Intelligenz. Unser neuronales System sei bereits in seiner optimalsten Form. Vergleiche mit anderen Lebewesen zeigen, dass eine weiter Vergrößerung unserer Hirnmasse nicht zu einer Verbesserung unserer kognitiven Fähigkeiten führen würden. Der Elefant beispielsweise ist ein sehr träges Tier. Das ist er nicht nur, weil die Signale der Nervenzellen aufgrund seiner Körpermasse sehr lange brauchen, sondern auch, weil sein Gehirn nicht die optimale Größe hat. Die wichtigen Schaltzentralen sind nicht nah genug beieinander. Anders verhält es sich bei kleinsten Lebewesen, wie Insekten. Diese besitzen übermenschlich schnelle Reflexe.

Der Mensch würde aber nicht davon profitieren, wenn seine Neurone schmaler und kürzer wären. Die Axone, d.h. die Verbindungen der Nervenzellen untereinander, wären dann so dünn, dass es auf biomolekularer Ebene zu einer Art „Rauschen“ kommt. Ionen, die dazu führen, dass die Neurone feuern, würden Kaskaden hervorrufen und somit zu falschen Informationen beitragen. Ähnlich wie in der Elektrotechnik gibt es also Grenzen, jenseits derer man mit zu viel Interferenz zu kämpfen hat. Vergrößert man allerdings die Masse des Gehirn, so hat man nicht nur damit zu kämpfen, dass der Stoffwechsel für solch ein Organ ausgelegt sein muss, sondern auch, dass die dickeren Axone eine geringere „Übertragungsgeschwindigkeiten“ haben.

So interessant das Gesagt ist, stellt sich mir die Frage, warum wir überhaupt über diese Grenzen nachdenken sollten, denn vielerorts wird allzu häufig behauptet, wird benützen nur ein Bruchteil unserer kognitiven Kapazität. Um mit dem Technikvergleich zu enden: Vielleicht sollten wir uns darauf konzentrieren, unsere Software zu verbessern, bevor wir in eine neue Hardware investieren.

27.4.12 14:11


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30.3.12 22:46


Qualität im Fitnessbereich

Der DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) hat eine neues Qualitätssiegel herausgebracht. Das Siegel "Sport Pro Fitness" konzentriert sich auf vereinseigene Gesundheits- und Fitnessstudios. Erstmals ist damit eine bundesweite Basis geschaffen, auf dem sich die unterschiedlichen Fitnessanbieter qualitativ abesetzen können. Sportvereine können das Qualitätssiegel beim DOSB beantragen. Für Fitness Freunde bedeutet dies, dass sie sich darauf verlassen können, dass im Studio qualifiziertes Personal und ein hoher Service existiert, außerdem die Geräte auf dem besten Stand sind und die Hygienestandards eingehalten werden. Sollte sich das eigene Studio also nicht als überzeugend herausstellen, kann man immer noch über die Anschaffung eines eigenen Laufbands nachdenken.
28.3.12 11:39


Wo drückt der Schuh

Schuhe haben in unserer Gesellschaft einen höheren Stellenwert, als uns (vor allem uns Männern) bewusst ist. Es ist nicht nur die Faszination der Frau für diese scheinbar allein auf einen praktischen Nutzen zielende Erfindung. Es ist auch die Funktion in der Politik.

Wir erinnern uns: Hat George W. Bush nicht vor einiger Zeit einen Schuh entgegen geworfen bekommen? Und warum haben die Demonstranten vor dem Schloss Bellevue dem Herrn Bundespräsidenten ihren Schuh gezeigt?

Achten Männer und Frauen beim anderen Geschlecht auf die Schuhe ? Ist es vielleicht sogar wichtig, in welchem Zustand diese sich befinden? Interessanterweise sagen viele, dass der Gesamteindruck wichtiger ist. Und das man weniger auf Schuhe achtet, als vielmehr auf die Bewegungen der Person. Dennoch werfen Jogginghose und Sportschuhe ein seltsames Bild auf Personen, die NICHT gerade joggen gehen.

Joshka Fischer ist mit seinen Sportschuhen im Bundestag allerdings berühmt geworden. Und auch Nikolas Sarkozy hat mit seinen hohen Absätzen für Furore gesorgt. Al Capone soll gerne Moonboots getragen haben. Und warum zahlen eigentlich alle soviel für Chucks, die ja doch nicht mehr sind als dünner Kunstoff mit dünnen Textilien?

Die Schuhe für Kinder sind die Gummistiefel. Und das nicht nur, weil sie damit prima im Matsch herumlaufen können, sondern, weil wir der Meinung sind, das Kinder Gummistiefel tragen sollen. Mehr zu unseren versteckten gesellschaftlichen Überzeugungen beim nächsten Beitrag - vielleicht.

14.3.12 10:22


Ein ernstes Thema

Ernst ist das Thema Sterbehilfe auf jeden Fall. Aber es sollte kein Tabuthema sein. Denn gerade in diesem Fällen ist es wichtig, über die Umstände zu reden. Mittlerweile tut sich auch im deutschen Rechtsverständnis immer mehr, was die Lösung bestimmter ethischer Probleme bezüglich Sterbehilfe angeht. Edgar Dahl hat in seinem Blogbeitrag über einen Fall infomiert, bei dem eine Frau vom Kopf abwärts gelämt, jeden Lebenswillen verliert.

Bis vor einiger Zeit wurde ein solcher Wunsch, sein eigenes Leben zu beenden als Depression abgetan und der Patient für nicht zurechnungsfähig erklärt. Mittlerweile wird die Urteilsfähigkeit für ein breites Spektrum an Fällen anerkannt. Angenommen, die Frau würde künstlich beatmet, so ergäbe sich eine passive Sterbehilfe, wenn die Frau dem Arzt anweist, die lebenserhaltenden Maßnahmen nicht weiter durchzuführen und der Arzt diesem Wunsch entspricht. Dass diese Unterlassung im Sinne eine aktiven Handelns, eines Tuns, kausal ursächlich für den Tod der Frau ist, tut nichts zur Sache. Es fügt dem Arzt vor allem keinen strafrechtlichen Schaden zu.

Angenommen, die Frau hätte einen unheilbaren Tumor, der ihr lebenslange Schmerzen garantieren würde. Würde sie den Wunsch äußern, keine Schmerzen zu empfinden, würde sich der Arzt wiederum nicht straffällig machen, wenn er dem Wunsch entspricht. Diese indirekte Sterbehilfe ist gesetzlich abgesichert. Der Zweck der Verabreichung darf jedoch nicht darin liegen, den Tod der Patientin zu fördern.

In beiden Fällen wird der behandelnde Arzt nicht unter Strafe gestellt da eine natürliche Kette von Ereignissen nicht unterbrochen wird. Im ersten Fall kann die Frau nicht eigenständig atmen und würde ohne künstliche Beamtung sterben, im zweiten Fall würde der Tumor in allen bekannte Fällen zum Tode führen.

 Beide Fällen haben auch damit zu tun, dass der Selbstmord juristisch nicht mehr länger als Unglücksfall angesehen wird, bei dem die Pflicht besteht, zu helfen. Tut man das nicht, weiß aber von der Notlage, so machte man sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig.

Diese und viele weitere interessante Befunde lassen sich im oben genannten Blogbeitrag nachlesen.

29.2.12 12:20


Ergonomie und Bewegung

Wer im Büro arbeitet lebt gefährlicher, als er denkt. Denn der Bewegungsmangel ist besonders für das menschliche Herz schädlich. Forscher berichten im „European Heart Journal“, dass sie festgestellt haben, dass kurze Unterbrechungen von nur einer Minute das Risiko einer Herzerkrankung erheblich mindern können.
Die Forscher um Prof. Healy arbeiten an der Universität von Queensland in Australien. Sie haben  die Daten von 4757 Menschen US-Amerikanern analysiert. Alle Probanden hatten ein Mindestalter von 20 Jahren und trugen eine Woche lang ein Messgerät, welches alle Bewegungen aufzeichnete.

Durch Blutuntersuchungen konnten die Forscher Aussagen über das Risiko von Herzerkrankungen machen, etwa bei bestimmten Cholersterin- oder Insulinwerten.
Wichtig aber scheint ein anderer Wert zu sein, der Wert eines bestimmten C-reaktiven Proteins. Je länger die Probanden am Stück saßen, desto höhere Werte des C-reaktiven Proteins ließen sich nachweisen. Selbst für probanden, die regelmäßig zum Ausgleich Sport trieben, wiesen einen höheren Wert des Proteins auf. Die Bewegung während der Büroarbeit war der Schlüssel. Bewegte sich der Proband nur für kurze Zeit, umso geringer war sein Gehalt an C-reaktiven Proteinen.

Fest steht: Menschen, die im Beruf häufig oder nahezu ausschließlich am Schreibtisch sitzen, fehlt vor allem Bewegung. Nicht erst seit der erfolgreichen Vermarktung von Sitzbällen steht fest, dass selbst an einem starren Arbeitsplatz Bewegung wichtig ist. Mittlerweile ist wissenschaftlich erweisen, dass der optimale Arbeitsplatz so aufgebaut sein sollte, dass Aufstehen von Zeit zu Zeit möglich und notwendig ist. Für die Arbeitszeit am Schreibtisch ist ein Stuhl, welcher nach ergonomischen Erkenntnissen entworfen wurde, essentiell wichtig.

Welche Anforderungen ein Stuhl aufweisen muss, um den Ansprüchen eines umfangreichen Ergonomiekonzepts zu entsprechen, ist mittlerweile so eindeutig, dass man bereits von Standards spricht: Die richtige Sitzhöhe liegt bei einem Schreibtisch mit einer Auflagehöhe von 72 cm bei 42 bis 50 cm. Besonders Menschen mit außergewöhnlichen Körpermaßen benötigen eine Sitzfläche, die nach vorne und hinten verstellbar ist, so dass die Rückenlehne berührt werden kann, die Kniekehlen allerdings frei liegen. Die Rückenlehne sollte bis zu den Schulterblättern reichen und flexibel sein. Sie muss den Rücken ab der Oberkante des Becken abstützen. Zudem muss die Neigung der Lehne manuell an die spezifische Rückenform anpassbar sein. Die Armlehnen, falls vorhanden, sollten ebenfalls verstellbar sein.

1.2.12 11:58


Wer hat an der Uhr gedreht?

Schon vor Eintritt ins schulfähige Alter lernen wir: eine Minute hat 60 Sekunden. Oder nicht? Nicht ganz. Denn unsere Uhren orientieren sich an einem natürlichen Phänomen: der Erdrotation. Dies ist die sogenannte astronomische Zeit. Messen tun wir unsere Zeit aber mit Atomuhren. Genauer gesagt mit einem anderen natürlichen Phänomen: dem Cäsium-Zerfall. Eine Sekunde ist demnach das genau 9.192.631.770-fache der Periode eines Quantenzustandes des Caesiumatoms in einen anderen. Leider passen beide Phänomene nicht überein.

Daher gibt es Schaltsekunden. 2005 und 2008 waren die letzten Schaltsekunden. Die nächste folgt dieses Jahr am 1. Juli. Interessant ist hierbei, dass diese Sekunden, anders als das Schaltjahr, keinem genau festgelegten Plan folgen. Aus diesem Grund können viele Computersysteme diese Schaltsekunde auch nicht verarbeiten. Eine manuelle Umstellung kostet viel Aufwand und kann nicht überall garantiert werden, sodass es immer wieder zu Ausfällen kommt. Das russische Satellitensystem „Glosnass“ viel 2005 aufgrund der Schaltsekunde minutenlang aus.

Schaltsekunden stammen aus einer Zeit, als die Sekunde ein 86.400stel eines mittleren Sonnentages ausmachte. Dadurch wurde sichergestellt, dass die Sonne immer um Punkt 12 Uhr ihren höchsten Stand erreicht hatte. Allerdings beachtet diese rein mathematische Festlegung nicht die Fluktuationen der Erdrotation. Aus diesem Grund stellte man die Weltzeit 1967 um auf die Weltatomzeit. Aber, wie bereits erwähnt, auch dies führte nicht zur Abschaffung der Schaltsekunden.

Ein Gremium der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) berät in den nächsten Wochen in Genf über die Zukunft der Schaltsekunden. Einzige Lösung: Eine neue Definition der Weltzeit. Das aber klingt nach einem komplett neuen Standard. Außerdem würde diese Lösung eine Abkoppelung von der astronomischen Zeit bedeuten. Dies wollen vor allem die Engländer nicht, denn die GMT würde dann nicht mehr benötigt. Und auch im Bundeswirtschaftsministerium ist man sich einig, dass die Probleme der Umstellung geringer sind, als die Auflösung unserer Orientierung an der Natur.
19.1.12 10:52


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